Das Vorbild
Das Musterblatt II d 1 zeigt in der 2. Auflage aus dem Jahr 1894 - die Erstauflage liegt leider nicht vor - einen Kohlenwagen mit eisernem Wagenkasten mit 15,75 t Tragfähigkeit und 15 t Ladegewicht.
Er hatte gebuckelte, 1,25 m hohe, fest mit dem Untergestell verbundene Bordwände. Die Ladelänge betrug 5,30 m, die Länge über Puffer bei den Wagen mit Handbremse 7,30 m, bei Wagen ohne Handbremse 6,60 m.
Das einseitig zugängliche Blechbremserhaus entsprach weitgehend der Vorgängerbauart nach dem Musterblatt II c 4. Die Preßblechtüren und die Trittstufen darunter wurden ebenfalls unverändert von der Vorgängerbauart übernommen.
Hingegen wurden die Kopfklappen geändert: Zum einen wurden die ursprünglich seitlich an den Ecksäulen sitzenden Kopfklappenlager auf die Ecksäulen gesetzt, so dass die Gefahr des Abreißens verringert wurde, zum
anderen erhielten die Kopfklappen gewölbte Obergurte. Ähnlich wie die anderen, der gleichen Generation angehörenden Wagen, hatten die Omk(u)-Wagen aus Flacheisen zusammengenietete Achshalter. Erst 1904, in der 5.
Auflage des Blattes II d 1, werden die Kohlenwagen mit Preßblech-achshaltern dargestellt. Gleichzeitig wurde die Wagenkastenbreite von 2,90 m auf
2,796 m verringert. Um annähernd den gleichen Laderaum zu erhalten, wurde der Wagenkasten jedoch 5 cm höher; die Bordwandhöhe betrug ab diesem Zeitpunkt ca. 1,30 m. 1909 erhielten die Wagen schliesslich Bremserhäuser, wie sie
später bei der Verbandsbauart verwendet wurden.
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